A- A A+

Kiefersfelden aus der Luft aufgenommen mit Bergkette

Kiefersfelden

Der Luftkurort Kiefersfelden, am Fuße des Kaisergebirges, liegt unmittelbar an der Grenze zu Tirol. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet, der Große Traithen mit 1852 Metern, ist auch der höchste Berg im Landkreis Rosenheim.

Als Chiverinesvelt wird die Siedlung im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Im bayerischen erhielt Kifer später die Bedeutung Gries oder Sand. Velt ist mittelhochdeutsch und heißt übersetzt Feld, Boden oder Ebene.Kiefersfelden steht also für einen griesigen oder sandigen Boden.

Der Inn, der durch das Gemeindegebiet fließt, wurde schon von den Römern für den Schiffsverkehr genutzt. Die erste Schiffsbauwerkstatt im Ort selbst ist seit 1540 nachweisbar. Die Wasserkraft des Kieferbaches sowie des Gießenbaches wird in Kiefersfelden seit dem 15. Jahrhundert genutzt. 1910 nahm die Gemeinde das Gießenbachkraftwerk in Betrieb. Am Kieferbach ist die größte Wasserkraftschnecke Deutschlands im Einsatz. Sie erzeugt jährlich etwa 350.000 KWh und versorgt rund 100 Haushalte mit Strom.

Eine bedeutende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Inntal-Gemeinde nimmt der Tourismus ein.
Kiefersfelden kann darüber hinaus mit einigen Raritäten aufwarten: Die Ritterschauspiele beispielsweise wurden 1618 gegründet. Sie sind damit das älteste Volkstheater Deutschlands mit einer einzigartigen barocken Drehkulissenbühne. Auf der 1833 gebauten Bühne wird immer noch jedes Jahr in den Sommermonaten gespielt. Auf dem Programm stehen überwiegend Stücke, die Joseph Schmalz im 19. Jahrhundert schrieb. Der Wachtl-Express ist eine Schmalspurbahn, die bis 2002 vom inzwischen stillgelegten Heidelberger Zementwerk eingesetzt wurde. Seit 1990 bietet der Verein Museums-Eisenbahn-Gemeinschaft Wachtl auf der fünf Kilometer langen Strecke ins benachbarte Tirol an acht Wochenenden im Jahr Personenverkehr an. Die drei Personenwagen stammen aus dem Jahr 1912.

Die Zeugnisse der industriellen Vergangenheit Kiefersfeldens, dazu gehören die Marmorindustrie, die Kohlenbrennerei oder die Eisenschmelze, sind im Museum im Blaahaus zu sehen. Das ehemalige Wohnhaus für Arbeiter am Schmelzofen wurde 1990 in der Ortsmitte abgerissen und in der Unterkiefer als Museum wieder aufgebaut.

www.kiefersfelden.de

Logo der EU, Bayerisches Staatswappen, Logo der LEADER Förderperiode 2014-2020LAG Mangfalltal-Inntal Logo
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)