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Die Alte Spinnerei in Kolbermoor

Kolbermoor

Die Kleinstadt mit knapp 20.000 Einwohnern hat ihr Gesicht und ihre Struktur gravierend verändert. Vieles ist in Bewegung. Das moderne Kolbermoor präsentiert sich heute seinen Bürgern und seinen Besuchern als eine Stadt voller Leben. 

Die Entstehung Kolbermoors ist untrennbar mit der Industrialisierung Oberbayerns in der Mitte des 19. Jahrhunderts verknüpft. Initialzündung war dabei der Bau der Maximiliansbahn von München nach Salzburg. 1857 konnte die Strecke München – Rosenheim feierlich eröffnet werden. Damit wurde das Gebiet zwischen Aibling und Rosenheim interessant für industrielle Investoren. Zuerst nutzte das Dampftorfpresswerk Merkel & Co. die Schiene als neuen Transportweg. Es folgten eine Haltestelle und 1862 – noch vor der Gemeindegründung – der Bau eines eigenen Stationsgebäudes mit Bahn- und Postexpedition sowie einer Lagerhalle. 1860 begann der Bau der Baumwollspinnerei Kolbermoor, die 1862/63 ihren Betrieb aufnahm. Parallel dazu entstanden die ersten sechs Häuser der Spinnereisiedlung. Die historische Werkssiedlung wird heute als eines der bedeutendsten Ensembles dieser Art in ganz Bayern eingestuft und steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1863 erhielt Kolbermoor seine Eigenständigkeit. 1936 wurde die Gemeinde zum Markt und 1963 zur Stadt erhoben. In den 1970er Jahren setzte ein Niedergang der Industriebetriebe ein, der mit der Schließung der Baumwollspinnerei 1993 seinen Höhepunkt fand.
Für die Industriebrache der alten Spinnerei fand sich 2004 ein Investor, dessen Sanierungskonzept den Erhalt eines großen Teils der historischen Spinnereigebäude beinhaltete. Der Stadtteil „An der Alten Spinnerei“ ist in der Region zwischen München und Salzburg herausragend und einmalig.

Vom Breiten- bis hin zum Leistungssport decken die Kolbermoorer Sportvereine ein großes Spektrum in vielen Disziplinen ab. Die BMX-Anlage ist eine der anspruchsvollsten in Bayern.
Kunst, Kultur und ein reges Vereinsleben, dessen Mittelpunkt der städtische Mareissaal ist, bieten für Bürger und Gäste ein breitgefächertes Angebot.

Vom Industrie- zum Gewerbe- und Einzelhandelsstandort: Das markanteste Zeichen dieser Entwicklung in Kolbermoor ist das Gelände der Alten Spinnerei, neben dem Herto-Park und der Innenstadt ein drittes Zentrum des Geschäftslebens. Familienbetriebe und mittelständisches Gewerbe in zukunftsorientierten Branchen bieten
zahlreiche Arbeitsplätze am Ort.

www.kolbermoor.de

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